News • 29.11.2018

Hermes führt neue Scanner in der Paketzustellung ein

Hermes stattet deutschlandweit alle Paketzusteller mit neuen Handscannern aus

Handscanner; Copyright: Hermes
Quelle: Hermes

Hermes Germany stattet deutschlandweit alle Paketzusteller sowie Logistik-Center, Depots und Zustellbasen mit neuen Handscannern aus. Investiert wird ein zweistelliger Millionenbetrag. Insgesamt 18.000 Geräte des Herstellers Zebra Technologies nimmt Hermes bis Anfang 2019 in Betrieb. Zuvor war ein mehrmonatiger Pilottest erfolgreich abgeschlossen worden. Technische Grundlage der Geräte ist ein Android-System, zum Einsatz kommt eine von Hermes eigenentwickelte, mehrsprachige Zustell-App. Die neuen Scanner optimieren Prozesse auf der Letzten Meile und unterstützen die Arbeit der Zusteller. Zuletzt hatte Hermes alle 15.000 PaketShops in Deutschland mit aktueller Scanner-Technik ausgestattet und die Einführung einer intelligenten Tourenplanung gestartet.

„Um den wachsenden Herausforderungen in Handel und Logistik weiterhin gewachsen zu sein, muss die Letzte Meile noch flexibler und vor allem digitaler werden. Unsere neuen Handscanner sind dafür die perfekte Grundlage: Sie sind schnell, einfach zu bedienen und können jederzeit mit wenig Aufwand um neue Features ergänzt werden“, sagt Roland Lazina, Head of Process & System Management bei Hermes Germany. In die Entwicklung der neuen Geräte wurden Zusteller und Mitarbeiter in den Logistik-Centern gleichermaßen einbezogen: „Insbesondere bei der Menüführung, aber auch zur Ausstattung der Geräte haben wir uns im Vorfeld und im laufenden Betrieb zahlreiche Meinungen eingeholt. Auf diese Weise konnten wir eine neue Scanner-Generation entwickeln, die nicht nur interne Prozesse verschlankt, sondern vor allem den Arbeitsalltag der Zusteller vereinfacht“, so Lazina.

Schnell, einfach, mehrsprachig

Zum Einsatz kommen TC75x-Handhelds des amerikanischen Herstellers Zebra Technologies. Die neuen Geräte mit Android-Betriebssystem verfügen über eine schnelle 4G/LTE-Anbindung, Bluetooth, Hi-Res-Touchscreen und einen leistungsstarken Akku mit extralanger Laufzeit. Kamera und integrierter Scanner ermöglichen ein besonders schnelle Datenerfassung. Optimiert wird damit u.a. der Austausch mit hausinternen IT-Systemen, etwa bei der Übermittlung von Sendungs- und Adressdaten. Bedient werden kann das Gerät wahlweise per PDA-Stift oder Finger.

Die auf den Scannern genutzte Zustell-App wurde von einem 10-köpfigen, agilen Entwicklerteam bei Hermes konzeptionell von Grund auf neu erdacht und inhouse programmiert. Herzstück ist ein einfach gestaltetes, mehrsprachiges Interface, das im Vergleich zu den Altgeräten den Bedienkomfort signifikant erhöht. Damit will Hermes die Fehlerquote im Zustellprozess weiter senken und gleichzeitig die Einarbeitung neuer Mitarbeiter vereinfachen. „Gerade zu Spitzenzeiten wie Weihnachten ist es wichtig, dass neue Kollegen unsere Zustellsoftware schnell erlernen und intuitiv einsetzen können. Mit den neuen Scannern gewährleisten wir genau das, auch weil die Bedienung einem Smartphone sehr ähnlich ist“, sagt Björn Cordes, Head of Parcel Solutions.

Ein „Mobile Platform Team“ in der Hermes-eigenen IT realisiert den Betrieb der Software. Auch die Weiterentwicklung der App sowie das Aufspielen von Updates steuert Hermes intern. Auf diese Weise sollen Aktualisierungen schneller realisiert werden können. Hermes Germany beschäftigt in der hauseigenen IT über 200 Mitarbeiter, mehrheitlich am Standort Hamburg.

Weitere Features in Planung

Hermes wird die Software in den kommenden Monaten sukzessive um neue Features erweitern.  Vorgesehen ist unter anderem eine Funktion, die dem Zusteller an der Haustür das Versenden digitaler Paketbenachrichtigungen ermöglicht. Elektronische Benachrichtigungskarten, die z.B. per E-Mail an den Empfänger verschickt werden, sollen mittelfristig die bekannten Papierkarten ersetzen. Zukünftig angedacht ist zudem die Implementierung einer geodatenbasierten Fußgängernavigation: Damit können sich Zusteller künftig etwa auf unübersichtlichen Firmengeländen oder auch in Hinterhöfen besser orientieren und Empfängeradressen zuverlässiger finden.

Quelle: Hermes

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