News • 28.07.2021

Solidarität in der Handelswelt

Hilfsaktionen für Betroffene der Flutkatastrophe

Ausgestreckte Hand will nach einer anderen Hand greifen...
Quelle: Noah Buscher/Unsplash

Chaos und Verwüstung: Stück für Stück kommt das Ausmaß der Hochwasserkatastrophe in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Bayern und Sachsen zum Vorschein. Um die Trümmerhaufen zu beseitigen und ganze Orte wieder aufzubauen, werden künftig große Summen an Geldern benötigt – der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft schätzt die Schadensummer auf weit über fünf Milliarden Euro. 

Betroffene Personen und Händler können dabei über Spenden unterstützt werden. Hierfür haben zahlreiche Institutionen und Unternehmen Hilfsaktionen ins Leben gerufen. Die Liste mit Hilfsmöglichkeiten wird immer länger. 

Auswahl laufender Spendenaktionen:

Die Genossenschaftsorganisation Deutschlands hat die akute Spendenaktion „Genossenschaften helfen“ gestartet. Dafür können Spenden für Opfer der Flutkatastrophe an die Raiffeisen-Stiftung überwiesen werden. Vor Ort setzt ein Vergabeausschuss die finanziellen Mittel zielgerichtet ein. Auf der Crowdfunding-Plattform "Viele schaffen mehr" haben regionale Volksbanken und Raiffeisenbanken mehrere Initiativen ins Leben gerufen, um unbürokratisch Hilfe zu leisten. 

Noch bis zum 31. Juli läuft zudem eine Spendenaktion von PENNY. Kunden kaufen einen Gutschein im Wert von fünf Euro, der Markt stockt den Betrag auf 15 Euro auf und spendet ihn an die DRK-Hochwasser-Hilfe.  

"H" für Handel – "H" für Hilfe

Auch betroffenen Händlern wird geholfen. Hierfür haben die deutschen Handelsverbände eine zielgerichtete Hilfsaktion gestartet: Auf einer von Ebay zur Verfügung gestellten Plattform sollen betroffene Händler über Spenden anderer Unternehmer künftig alle Materialen erhalten, die sie für einen Wiederaufbau ihres Geschäftes oder Betriebes benötigen. Das Portal "Unwetterhilfen" ist ab sofort einsatzbereit. 

Sachspenden für den guten Zweck

OBI bot bereits am Freitag, den 16. Juli 2021, Unterstützung in Form von Sachspenden an. Laut Angabe der Baumarkt-Kette können Hilfsorganisationen in betroffenen Regionen ihren Bedarf an Material nennen und kurzfristig abholen. Dafür können Helfer schwer verfügbare Geräte und Werkzeuge, wie Trocknungsgeräte oder Pumpen, deutschlandweit in OBI-Märkten abgeben. OBI transportiert die Hilfsmittel in die Märkte in den Krisenorten; hier können Betroffene sie kostenlos abholen. Zusätzlich verspricht der Konzern: „Als Gegenwert für die Materialspende erhalten die Helfer einen OBI Warengutschein im Wert eines äquivalenten Neugeräts.“ In den betroffenen Regionen erhalten Kunden zudem zwanzig Prozent Rabatt auf das gesamte Sortiment.

Die Schwarz Gruppe hat zehn Millionen Euro an Soforthilfen für betroffene Gebiete gespendet. Auch verteilen die dazu gehörigen Supermarkt-Ketten Lidl und Kaufland Lebensmittel und Hygieneartikel an Betroffene und Helfer – lokale Hilfsorganisationen erhalten die Spenden dabei auf unbürokratischem Wege zur weiteren Verteilung. Zusätzlich stellt Lidl der „Aktion Deutschland hilft“ 500.000 Euro für die Arbeit in den Hochwassergebieten zur Verfügung. 

In der Weinregion Ahrweiler werden Weinflaschen, die vom Hochwasser verschont geblieben sind, unter dem Namen „Flutweine“ verkauft. Die Erlöse fließen in den Wiederaufbau von Weinhandel, Gastronomie und Tourismus in betroffenen Gebieten. 

Autohersteller bieten Betroffenen unbürokratisch kostenlose Ersatzfahrzeuge an. Unter anderem Toyota, Opel, Hyundai, Mitsubishi und Nissan stellen Betroffenen, deren Fahrzeuge aufgrund des Hochwassers nicht mehr fahrtüchtig sind, Leihfahrzeuge zur Verfügung. Für Helfer im Rhein-Erft-Kreis stellt Ford eine Fahrzeugflotte aus Ranger Pick-ups und Transit-Transporter bereit. Auch Daimler hat Sonderfahrzeuge zur Unterstützung der regionalen Rettungskräfte bereitgestellt.

Autor: Elisa Wendorf

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