Gastbeitrag • 09.09.2019

Das Einmaleins der Kasse

Innere und äußere Werte zählen: wie sie aussieht und was sie kann

Kassentisch aus Steinfliesen mit eingebauter Glasvitrine...
Bei der Einrichtung des Kassenbereichs müssen Händler auf Vieles achten. Ein Faktor: die Optik des Kassentisches.
Quelle: iXtenso/Pott

Checkout-Systeme, Baumaterial, Anstrich – zwischen Technik und Design muss eine Kassenzone heutzutage einiges bieten, denn ihre wichtigste Aufgabe ist und bleibt ein erfolgreicher Abschluss der Customer Journey. 

Was ist bei der Planung einer Kassenzone also zu beachten?

Von Mobile Payment, Self-Checkout und Kundenservice …

Da wäre zuerst natürlich das Management des Bezahlvorganges. Ein aktueller Trend in diesem Bereich – Mobile Payment. Waren die deutschen Kunden früher bargeldverliebt, geht der Trend mehr und mehr zu Kartenzahlung und mobilem Bezahlen. Gerade letzteres bringt für Käufer viele Vorteile mit sich. Das Smartphone hat man in der Regel immer dabei und kann darüber Kundenkarten und Coupons nutzen. 

Dennoch wird die Ladenkasse nicht komplett verschwinden, denn es gibt nicht ein Bezahlmodell, das perfekt für alle passt. Alle Bezahlarten müssen an der Kasse berücksichtigt werden. Für die Einrichtung neuer Zahlungsfunktionen an bestehenden Kassen sollten Händler allerdings beachten, dass gegebenenfalls neue oder zusätzliche Hardware angeschafft werden muss.

Auch Self-Checkouts sind in den letzten Jahren immer bedeutender geworden. Klar, die Kunden sparen Zeit, es gibt aber auch negative Aspekte, die erläutert werden wollen: Denn auch wenn die neuen Systeme dem Kunden lange Warteschlangen an Kassen ersparen sollen, leidet die Abverkaufsquote der Impulsware an der Kassenzone. Wenn der Kunde die Wartezeit an der Kasse umgeht und sehr intensiv mit dem Self-Scanning-Prozess beschäftigt ist, bleibt keine Zeit mehr um sich über neue, interessante Angebote zu informieren oder bei der Impulsware zu stöbern.

Betrachtet man des Weiteren die Diebstahlrate, ist diese bei Self-Checkout-Systemen fünfmal höher als bei herkömmlichen Kassensystemen. Die Personaleinsparung fällt jedoch deutlich geringer aus als gedacht. Somit sollten Self-Checkout-Systeme nicht als Möglichkeit gesehen werden, Kosten zu sparen, sondern als Chance den Kunden einen Service zu bieten zu können – sofern dieser gewünscht ist.

Amazon wurde mit Eröffnung der ersten „Amazon Go“-Filiale im Jahr 2018 zum Vorreiter auf dem Gebiet des „Supermarktes ganz ohne Kassen“. Für die Umsetzung bedarf es aber zahlreicher Kameras und hoher Technikinvestitionen, die persönliche Daten und Kaufentscheidungen von Kunden dokumentieren und verarbeiten können. Unabhängig davon, dass die Art und Weise der Datennutzung und -speicherung in Deutschland mit dem Datenschutzgesetz kollidiert, ist solch ein Unterfangen mit sehr hohen Kosten für Entwicklung, Verkabelung und Ausstattung verbunden.

Zudem eignet sich das Konzept aufgrund des hohen technischen Aufwandeseher für kleine Shopflächen und Standorte. Und selbst Amazon schafft es nicht, einen Supermarkt zu eröffnen, der komplett ohne Personal funktioniert. Es muss immer noch Fachpersonal gestellt werden, welches Regale befüllt und Kontrollen durchführt.

Mann mit Brille und schwarzem Sacko schaut in die Kamera...
Carsten Schemberg, Geschäftsführer der Theodor Schemberg Einrichtungen GmbH
Quelle: Eslage & Voss GmbH

… bis hin zu Design, Technik und Ergonomie

Neben den aktuellen Markttrends sind auch die baulichen Aspekte wie Design, Technik, Ergonomie und Funktionalität einer Kasse von großer Bedeutung. Kassentische müssen verschiedene Anforderungen erfüllen, diese sind unter anderem abhängig von der Branche und dem Shop selbst.

Während Kassen in Baumärkten eher funktionell sind und für höhere Belastungen durch schwere Produkte ausgelegt sein müssen, zählt bei Boutiquekassen das ansprechende Design. 

Doch egal, ob Supermarkt oder High-Fashion-Modeladen – der Kassentisch muss auf das Corporate Design des Unternehmens abgestimmt sein. Hierbei spielen Farbe, Licht und Helligkeit sowie die passenden Materialien eine essenzielle Rolle.

Außerdem muss auch die elektromagnetische Verträglichkeit beachtet werden. Insbesondere bei Metalltischen können Probleme auftauchen, denn durch Magnetfelder können sich Geräte gegenseitig stören. Strukturierte Oberflächen bilden aktuell den Designtrend. Übergreifend ist darauf zu achten, dass sich der Kassentisch authentisch in den Shop einfügt und zur Marke und Geschichte des Ladens passt.

Technisch sollte Wert auf eine saubere Verkabelung und Trennung der Leitungen von Strom und Netzwerk gelegt werden. Strom und Daten können dabei entweder über einen Decken- oder Bodenanschluss laufen. Der Bodenanschluss hat den Vorteil, dass dieser sich optisch schöner ins Gesamtbild einfügt. Der Deckenanschluss ist hingegen deutlich flexibler.

Die Ergonomie des Kassentisches ist ein weiterer wichtiger Aspekt. Sofern es sich bei dem Kassentisch um einen festen Arbeitsplatz handelt, muss dieser nach Vorschriften der Berufsgenossenschaft entsprechend ergonomisch und mitarbeiterfreundlich gestaltet werden. Insbesondere auf Aspekte wie Zugluft, Hitze, Kälte und Ausleuchtung muss hierbei großer Wert gelegt werden. Dadurch schafft das Unternehmen optimale Arbeitsbedingungen an Kassenarbeitsplätzen. Dies wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden, die Zufriedenheit und Gesundheit der Belegschaft aus.

Zu guter Letzt muss die Funktionalität des Kassentisches gewährleitet sein. Damit der Bezahlvorgang schnell und reibungslos abläuft, ist es wichtig, dass die Technik und alle Bedienelemente am Kassentisch wie Kassenband, Scanner, Kartenterminal etc. funktionieren. Essenziell ist hierbei, dass das Kassenpersonal entsprechend geschult ist und alle Prozesse bekannt sind.

Autor: Carsten Schemberg, Theodor Schemberg Einrichtungen GmbH

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