Bericht • 17.03.2016

Mehr als Diebstahlsschutz: Die Vorteile von Verkaufsautomaten am POS

Hochwertige Waren werden effizient gesichert und präsentiert

Verkaufsautomaten werden hinter den Kassen aufgestellt....
Verkaufsautomaten werden hinter den Kassen aufgestellt.
Quelle: beta-web/Mörs

Inventurdifferenzen sind für alle Einzelhändler ein großes Problem. Nicht nur Kleidung und Schmuck werden häufig gestohlen – auch jeder Supermarkt hat kleine aber hochwertige Waren im Sortiment, bei denen Langfinger gerne zugreifen. Ein Verkauf dieser Produkte über einen Warenautomaten, der hinter dem Kassenbereich steht, kann effektiv gegen Diebstahl schützen. Und das ist nicht der einzige Vorteil.

Rasierklingen, Zigaretten, Kondome oder Batterien gehören zu den Produkten, die in einem normalen Supermarkt am häufigsten gestohlen werden. Sie sind klein und verschwinden so einfach in der Hosen- oder Jackentasche des Diebes. Hohe Verluste durch den Diebstahl von teuren Kleinprodukten zwingen viele Händler dazu, diese aus den Regalen zu entfernen.

Insbesondere für den Verkauf von Zigaretten und Tabak nutzen viele Händler daher inzwischen eine bediente Sicherungslösung, bei denen das Regal mit den Tabakwaren direkt an der Kasse steht und vom Kassierer manuell geöffnet werden muss - für Rasierklingen gilt meist dasselbe. Die Waren so zu sichern ist zwar effektiv, bedeutet jedoch zusätzlichen Aufwand für den Mitarbeiter, der dem Kunden erst Zugang zur Ware gewähren muss.

Abhilfe können Verkaufsautomaten schaffen. Sie sorgen nicht nur für zusätzliche Sicherheit, sondern können auch die Verkaufsförderung unterstützen. Sie werden hinter den Kassen aufgestellt - der Kunde holt sich die Ware also erst aus dem Automaten, wenn der Bezahlvorgang schon abgeschlossen ist. In Deutschland wird ein solches System des Herstellers Vensafe bereits von einige Edeka-Händlern genutzt. 

Für Waren wie Rasierklingen bietet es sich an, die Produktkarten direkt im...
Für Waren wie Rasierklingen bietet es sich an, die Produktkarten direkt im Kategorieregal auszulegen.
Quelle: Vensafe GmbH

Verkaufsförderung mit Produktkarten oder Displays

Zugang zum gewählten Produkt erhält der Kunde über spezielle Produktkarten. Diese Plastikkarten werden jeweils mit einem speziellen Code sowie einem Produktbild oder Logo bedruckt. Sie können an verschiedenen Stellen im Laden ausgelegt werden - je nachdem, wo der Kunde auch sonst nach dem Produkt suchen würde. Dass Zigaretten und Tabak nur an der Kasse erhältlich sind, daran haben sich die Kunden inzwischen gewöhnt. Also macht eine Platzierung im Kassenbereich durchaus Sinn.

Für andere Waren, wie beispielsweise Rasierklingen, bietet es sich an, die Produktkarten direkt im Kategorieregal auszulegen. So finden Kunden sie ganz intuitiv im Verlauf des Weges durch den Laden im entsprechenden Produktumfeld. An der Kasse wird dann eben nicht das Produkt, sondern die Karte gescannt, mit der der Kunde anschließend am Ausgabeautomaten seine Ware erhält. Hierzu hält er nur die Karte unter einen Scanner – der Automat gibt dann automatisch das richtige Produkt aus.

Alternativ zu den Produktkarten ist die Auswahl der Waren auch über einen Touchscreen möglich, der im Laden platziert werden kann. Hiermit lässt sich eine noch größere Auswahl von Produkten auf kleiner Fläche anbieten. Ein Touchscreen bietet nicht nur Vorteile, was die Größe des Sortiments angeht, denn hier können alle Waren, die sich im Automaten befinden, angezeigt werden. Darüber hinaus kann er die Verkaufsförderung mithilfe von eingeblendeten Werbebotschaften oder Produktvorschlägen unterstützen. Mit den Produktkarten oder über den Touchscreen können sich die Kunden einen Überblick über die Produktpalette verschaffen und Preise vergleichen – also im Prinzip wie bei allen anderen Produkten auch, ergänzt um ein zusätzliches Sicherheitslevel.

Alternativ zu den Produktkarten ist die Auswahl der Waren auch über einen...
Alternativ zu den Produktkarten ist die Auswahl der Waren auch über einen Touchscreen möglich, der im Laden platziert werden kann.
Quelle: beta-web/Mörs

Mehr Platz an der Kasse und besserer Überblick über den Warenbestand

Für Händler selbst ist die Sicherung der hochwertigen Produkte gegen Diebstahl wohl immer eines der Hauptargumente bei der Entscheidung für die Anschaffung eines Verkaufsautomaten. Ein weiterer Vorteil ist die Reduzierung des Warenbestands: Da die Produktkarten oder Touchscreens deutlich weniger Platz einnehmen als die entsprechenden Produkte in angemessener Stückzahl und der Händler auch keine Aufbauten an der Kasse - wie etwa bei Zigaretten üblich - benötigt, kann er den Platz nutzen, um mehr günstige Impulsware zu präsentieren.

Die Automaten-Software kann darüber hinaus direkt in die jeweilige Kassensoftware integriert werden, das heißt alle Informationen zu Verkaufsstatistiken und Bestand sind einfach zugänglich. So haben Händler mit einem solchen Automatensystem jederzeit einen genauen Überblick über die verkauften Artikel und können die Automaten bei Bedarf auffüllen. Da sie über eine große Kapazität verfügen - moderne Automaten bieten Platz für bis zu 80 verschiedene Produkte und insgesamt 1.600 Verkaufseinheiten - müssen sie in der Regel deutlich seltener neu gefüllt werden als die entsprechenden Plätze im Regal.

Verkaufsautomaten ermöglichen auch Selbstbedienung nach Ladenschluss

Verkaufsautomaten bieten neben der Nutzung im Laden selbst auch noch andere Möglichkeiten, mit denen Händler zusätzliche Einnahmen generieren können. Ein Beispiel: Viele Supermärkte verfügen heute über eine angeschlossene Bäckerei, die meist schon früh am Morgen öffnen und auch am Wochenende – insbesondere sonntags – geöffnet haben, wenn der Markt an sich geschlossen ist. Mit einem Automaten im Eingangsbereich des Marktes kann der Supermarkt in Kooperation mit der Bäckerei neben Backwaren auch kleinere Artikel wie zum Beispiel Bustickets oder Zigaretten verkaufen.

Eine weitere Anwendung bietet sich mit der „Intelligent Vending“-Technologie. Auf der EuroCIS 2016 hat Pyramid Computer eine solche Lösung vorgestellt. Bei den „Intelligent Vending“-Modulen handelt es sich um Schließfächer, die zum Beispiel über ein Smartphone bedient werden, so dass ein Kunde auch nach Ladenschluss selbständig einkaufen oder Waren abholen kann. Zum Einsatz kommt das System zum Beispiel in Shopping-Centern oder Hotels sowie an Flughäfen und Bahnhöfen. 

Autor: Daniel Stöter, iXtenso.com

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