News • 16.09.2019

Die Art des Bezahlens - noch eine Generationenfrage?

Allensbach-Umfrage zum Bezahlen in Deutschland zeigt: Die Generationen unterscheiden sich

Hand die Kreditkarte durch ein Bezahl-Terminal zieht....
Quelle: PantherMedia / pressmaster

Beim Bezahlen unterscheiden sich noch die Generationen: Eine Mehrheit der 16- bis 44-Jährigen hat ihre letzten Einkäufe laut eigener Aussage meistens mit Karte bezahlt. 

Besonders bei den unter 30-Jährigen zeigt sich ein großer Wandel: Innerhalb nur eines Jahres stieg der Anteil von 39 Prozent auf 51 Prozent. Auch bei den 30- bis 44-Jährigen bevorzugt eine Mehrheit (52 Prozent) die Karte vor dem Bargeld. Die Bevölkerung ab 45 Jahren hingegen griff bei den letzten Einkäufen an der Kasse in großen Teilen (69 Prozent) meistens zu Scheinen und Münzen. Gesamtgesellschaftlich zeigt sich: Haben Befragte moderne Bezahlverfahren, wie girocard kontaktlos, selbst schon ausprobiert, beeinflusst das ihr Urteil über die Bezahlart positiv. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach, das im Auftrag der Initiative Deutsche Zahlungssysteme e.V. im Juni und Juli dieses Jahres 1.228 Personen ab 16 Jahren befragte.

Der Trend geht zur Kartenzahlung – egal, ob die Karte gesteckt, oder kontaktlos bezahlt wird

Auch wenn über alle Befragten hinweg Bargeld (60 Prozent) noch vor der Karte (39 Prozent) am häufigsten genutzt wird, vollzieht sich ein Wandel hin zur Kartenzahlung. Diesen Trend bestätigt auch die aktuelle Halbjahresstatistik der Deutschen Kreditwirtschaft (DK): Sie verzeichnet für die girocard im ersten Halbjahr 2019 einen deutlichen Transaktionszuwachs von rund 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Ein Grund für die vermehrte Kartenzahlung ist das kontaktlose Bezahlen.

Fast jeder Bürger hierzulande besitzt laut Allensbach-Studie eine girocard (94 Prozent), unabhängig von Einkommens- und Altersgrenzen. Der Kreis der Inhaber, die laut eigener Aussage mit ihrer Karte auch kontaktlos bezahlen können, wächst kontinuierlich: Von 13 Prozent im Jahr 2017 auf 44 Prozent heute. Laut DK-Statistik war im ersten Halbjahr 2019 schon mehr als jede fünfte Bezahlung im girocard System kontaktlos. Die jüngere Altersgruppe zeigt sich auch hier nutzerfreudig: Laut Allensbach-Umfrage hat knapp jeder Zweite der unter 30-Jährigen mit Karte bereits kontaktlos bezahlt (47 Prozent). Gesamtgesellschaftlich ist es fast jeder Dritte (30 Prozent).

Über alle Altersgrenzen hinweg ist erkennbar, dass all jene, die die Kontaktlos-Funktion ihrer girocard schon selbst genutzt haben, ihre Vorteile besonders hervorheben. Insgesamt halten sechs von zehn Personen (60 Prozent) die kontaktlose Zahlung für schnell. Unter den Kontaktlos-Nutzern sind es sogar bereits 81 Prozent. Drei Viertel (76 Prozent) derjenigen, die bereits kontaktlos gezahlt haben, erachten es außerdem als einfacher, als die Karte zu stecken (gesamtgesellschaftlich: 51 Prozent). 73 Prozent finden das Verfahren modern (gesamtgesellschaftlich: 52 Prozent).

Zukunftsvision – ganz ohne Bargeld

Das theoretische Gedankenspiel einer Welt ohne Bargeld erlaubt es, einen Blick auf die Präferenzen in Bezug auf die elektronischen Bezahlverfahren in der Bundesrepublik zu werfen. Besonders innovationsbereit zeigen sich hier die Jüngsten: 40 Prozent der 16- bis 29-Jährigen würden dann am liebsten mit dem Smartphone bezahlen. Auch zwischen den Geschlechtern zeigen sich Unterschiede: Insgesamt würden Stand heute 22 Prozent der Männer, aber nur 17 Prozent der Frauen das Smartphone innerhalb dieses Szenarios bevorzugen. Alters- und geschlechtsübergreifend präferieren innerhalb dieser theoretischen Welt über drei Viertel der Befragten die girocard als Bezahlsystem. Die Umstellung auf eine rein bargeldlose Bezahlung würde jedoch vor allem der älteren Generation schwerfallen: Knapp drei Viertel von Ihnen geben an, eine Umstellung wäre für sie sehr schwer oder eher schwer. 67 Prozent der 16- bis 29-Jährigen hingegen fänden dies sehr leicht oder eher leicht. Die Art des Bezahlens hierzulande scheint also noch eine Generationenfrage zu sein.

Quelle: Initiative Deutsche Zahlungssysteme e.V.

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