Gastbeitrag • 14.04.2020

Die neue Digital-Signage-Landschaft: cloudbasiert

Mit KI zu Automatisierung und Personalisierung

Signifikante technologische Fortschritte bewirkten, dass Digital-Signage-Systeme bedienungsfreundlicher, skalierbarer und leichter integrierbar wurden und einen Marktboom anfeuerten, der die Branche in fünf Jahren (2024) fast 30 Milliarden Dollar schwer werden lässt.

In einem Markt, der sich so schnell weiterentwickelt wie dieser, ist es nicht immer leicht, die Möglichkeiten zu erfassen oder über die neuesten Best Practices informiert zu sein. Was also sind die wichtigsten Orientierungspunkte, nach denen man auf diesem neuen und rasch verändernden Terrain Ausschau halten sollte?

Technologie-Best Practices

Die besten Digital Signage-Packages bestehen heute aus zweckbestimmten Technologien – Mediaplayern, Content-Management-Systemen (CMS) und Betriebssystemen (OS) – die gut zusammenarbeiten und sich nahtlos und sicher in andere Unternehmenssysteme integrieren lassen.

Die Basis, auf der die gesamte Digital Signage-Lösung beruht, war immer ein zuverlässiger Mediaplayer. Bis vor nicht allzu langer Zeit jedoch waren die verfügbaren Möglichkeiten begrenzt und recht problematisch. Android-basierte Mediaplayer, SoC (Screens mit eingebautem Mediaplayer), Consumer-PCs und TV-Streamingtechnologie wurden allesamt inzwischen weitgehend überlagert von cloudbasierten Ansätzen, die die Fähigkeiten der besten und neuesten  softwaregeführten Mediaplayer nutzen. 

„Digital Signage ist keine neuartige Technologie mehr, die sich allein aufgrund des Wow-Faktors verkauft. Man muss ihre wahre Kommunikationsmacht ausspielen. Der Erfolg liegt im Netzwerkmanagement und in der Netzsteuerung.” (JJ Parker, CEO, Carousel Digital Signage)
Einige Digital Signage Bildschirme in einem Levi’s Modegeschäft...
Eingangsbereich des Levi‘s Flagshipstore am Times Square, New York City
Quelle: BrightSign, LLC®

Wie in anderen Technologiebereichen auch ist der Marsch hin zu cloudbasierten Diensten für das Digital Signage Content- und Systemmanagement unaufhaltsam – und dienlich. Cloudbasierte Systeme sind schneller und leichter konfigurierbar. Sie erlauben dem Benutzer, deutlicher und tiefer in alle verbundenen Mediaplayer hineinzusehen und sie in Echtzeit zu verwalten. Dies ermöglicht die viel dynamischeren und interaktiven Installationen, die zur Norm werden. Weitere Vorteile sind die Protokollierung des Proof-of-Play für Anzeigenkunden, Subskriptionsbenachrichtigungen, Informationen zur Echtzeit-Leistung, Software-Updates und dezentrale Reboots.

Ist Digital Signage nun Bestandteil der größeren Unternehmens-IT, wird die Sicherheit zum Schlüsselthema. Glücklicherweise lässt sich auch das jetzt leichter erreichen. Gute cloudbasierte Digital Signage-Dienste bieten einen Umfang an Sicherheit, der Netzwerkmanager beruhigt und die Nutzung von Features ermöglicht, die nur ein wohldurchdachter Cloud-Ansatz – von der richtigen Hardware und CMS unterstützt – erzielen kann.

Ein großer Digital Signage Bildschirm um einen Eingang eines Geschäfts herum...
Kaufhaus Robinson & Co. in Dubai
Quelle: BrightSign, LLC®

KI, Automation und Personalisierung

Immer häufiger finden die Installationsprozesse für große Mediaplayer-Gruppen gleichzeitig und automatisiert statt, was deren Geschwindigkeit und Dimension deutlich erhöht. 

Auch mobile Lösungen mit Handheld-Geräten sind auf dem Vormarsch, sowohl bei den Unternehmenskunden als auch deren Kunden. Kleinere Rollouts werden bald mittels eines Aktivierungs- oder QR-Codes auf einem Mobilgerät eingerichtet. Dies deutet schon an, wieviel reibungsloser die Inbetriebnahme geworden ist verglichen zu den Tagen der Windows-Server, als das Setup jeder Installation einen vollen oder gar mehrere Tage dauerte. 

Digital-Signage-Softwaretools der neuen Generation nutzen künstliche Intelligenz (KI), um große Datenmengen zu sammeln und zu analysieren und automatisch umgebungsorientierte Inhalte in Echtzeit abzubilden. Verkauft sich ein bestimmtes Produkt beispielsweise heute besser als üblich, können die Displays dieses Produkt im Nu besonders hervorheben. 

KI ermöglicht es Unternehmen auch, über die Interaktion zwischen Screen und intelligenten Geräten, hoch personalisierte Botschaften zu auszusenden, indem ein intelligentes Display mit dem Smartphone des Konsumenten in Verbindung tritt. So erhaltene wertvolle Kundendaten lassen sich sowohl individuell als auch aggregiert für Verbesserungen aufgrund von Information nutzen.

Ein Mann im Hemd schaut in die Kamera
Jeff Hastings, CEO, BrightSign
Quelle: BrightSign, LLC®

Dass Digital Signage immer mehr ein Teil des größeren cloudgetriebenen IT-Raums wird ist eine sehr willkommene Entwicklung und ein Anzeichen für die zunehmende Reife dieses Sektors. Die neuesten Digital-Signage-Systeme entsprechen, mehr als je zuvor, den derzeitigen und auch zukünftigen Ambitionen ihrer Nutzer. Von ‚hyper-personalisiert’ bis ‘epische Ausmaße’, die Grenzen des Möglichen dehnen sich rasant aus.

10 Fragen, die Sie Ihrem Digital-Signage-Anbieter stellen können:

  1. Handelt es sich um dedizierte, zweckgebaute Digital-Signage-Technologie (Software, Hardware und Betriebssystem)?
  2. Ist die Technologie cloudbasiert?
  3. Wie gut lassen sich die Systemkomponenten miteinander und in größere Unternehmenssysteme integrieren?
  4. Kann ich mir das Content-Management-System aussuchen?
  5. Erhalte ich die benötigten Kontroll-, Verwaltungs- und Content-Funktionalitäten?
  6. Muss ich für diese Funktionalitäten extra bezahlen?
  7. Wurde die Technologie für meine Industriebranche entwickelt oder adaptiert?
  8. Kann ich das System aus der Ferne und in Echtzeit überwachen und steuern?
  9. Wie schnell und einfach lassen sich neue Displays einrichten und konfigurieren? Kann ich das aus der Ferne erledigen?
  10. Wie robust und skalierbar ist die Technologie?
Autor: Jeff Hastings, BrightSign

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