Bericht • 18.05.2020

Vorhang auf! Blick hinter die Kulissen von Amazon

Ein Frankfurter Start-up verhilft Händlern zu besseren Positionen auf der Plattform

„Ich möchte meine Ware erfolgreich auf Amazon präsentieren und verkaufen“ – Das wünschen sich viele Händler.

Kein Wunder, schließlich hat sich der Onlineshop mit Sitz in Seattle hierzulande seit seiner Gründung 1994 zum größten Internet-Marktplatz überhaupt gemausert und eBay und Co. auf die hinteren Plätze verwiesen.

Ein klarer Vorteil des Online-Marktplatzes im Vergleich zum stationären Handel: Die Regale sind nie voll, hier findet jeder Händler samt seiner Produkte Platz. Und genau an der Stelle kann es schwierig werden, sich von der Konkurrenten-Masse abzuheben und eine verkaufsfördernde Position auf der Plattform zu ergattern. Um das zu schaffen, muss man die Mechanismen, die hinter dem Internet-Riesen arbeiten, verstehen. Und das geht am besten, wenn man dort handelt.

Nach dem Motto „learning by doing“ haben die Köpfe von Amasella versucht hinter die Kulissen von Amazon zu blicken, um herauszufinden, wie man Marken und Produkte am besten an den Kunden bringt. Mit der Gründung einer suchanfragenorientierten Kosmetikmarke legte Peter Hart, CEO bei Amasella, den Grundstein. Mit einer KI-getriebenen Trend-Engine kam das Fundament hinzu. Die Folge: Die Produkte wurden zu Bestsellern. Mittlerweile ist das Konstrukt Amasella entstanden. Das Frankfurter Start-up hilft Händlern nun optimal auf Amazon Fuß zu fassen. Valentin Bohnhardt, ebenfalls CEO, hat uns erzählt, wie es war, in den Mikrokosmos Amazon zu schauen.

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Schwarz-weiß Foto von zwei Männern
Die beiden Geschäftsführer von Amasella Peter Hart und Valentin Bohnhardt
Quelle: Karsten Socher Fotografie / www.KS-Fotografie.net

Herr Bohnhardt, wie sind Sie 2015 an die Distribution Ihrer Eigenmarken herangegangen?

Wir visierten Amazon von vornherein als Vertriebskanal an. Einige Daten zur Trenderkennung stammten schließlich auch aus dem Online-Marktplatz. Ergänzend dazu entwickelten wir einen eigenen Onlineshop, der ebenfalls an das Amazon-Lager angebunden ist. Außerdem halfen uns Lieferantenbeziehungen zu Pharma-Großhändlern in Deutschland, unsere Produkte in Apotheken zu listen.

Welche Erkenntnisse haben Sie aus den Auswertungen gewonnen und welche Ergebnisse haben Sie überrascht?

Dank unserer Trend-Engine Pythia erfuhren wir, welche Inhaltsstoffe und Wirkungen gefragt waren. Dazu wertete die KI aus, welche Keywords Suchende in dem entsprechenden Zeitraum wesentlich häufiger online recherchierten als zuvor und prognostizierte deren weiteren Suchverlauf. Beispielsweise fand Pythia heraus, dass Vitamin C bei Kosmetika stark nachgefragt wurde. Überraschenderweise erkannte Pythia sogar die favorisierte Form für die Beauty-Anwendung: Serum lag voll im Trend. Daraufhin beschlossen wir ein Vitamin C Hyaluron-Serum anzubieten.

Wann und wie haben Sie gemerkt: „Jetzt verstehen wir den Mikrokosmos Amazon“? Und was folgte danach?

Der Mikrokosmos Amazon entwickelt sich ständig weiter, sodass auch wir täglich dazu lernen. Durch unseren frühen Start auf Amazon haben wir jedoch einen Vorsprung gegenüber anderen Unternehmen, sowohl Anbietern als auch Dienstleistern. Diesen Vorsprung machen wir für andere nutzbar.

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Wie genau das aussieht für Sie als Händler? Das Amasella-Team nutzt Pythia nun, um Produktseiten hinsichtlich gefragter Keywords zu verbessern. Ihre detaillierten Produktbeschreibungen basieren auf den von der KI gefundenen relevanten Begriffen und generieren dadurch mehr Traffic auf den Warenseiten des Marktplatzes. In Verbindung mit einer Optimierung des Bildmaterials erzeugt Amasella eine zielgruppengerechte Präsentation und optimiert die Kundenansprache. Die an den Wettbewerb angepasste Gestaltung steigert den Sales- und PageRank. Die Folge: Konsumenten finden Marke und Produkt schneller.

Autor: Katja Laska

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