Weihnachtsgeschäft 2026: HDE prognostiziert Umsatzplus

Stabile Geschenkbudgets treffen auf verhaltene Erwartungen im Einzelhandel

Kleiner Einkaufswagen umgeben von Weihnachsdeko und Geschenkverpackungen...
Quelle: Envato Elements / Masson-Simon

Mehr Umsatz zum Jahresende, aber wenig Zuversicht bei vielen Händler*innen: Der Handelsverband Deutschland (HDE) erwartet für November und Dezember 2026 ein Plus im Weihnachtsgeschäft. Besonders der Onlinehandel dürfte zulegen.

Während viele Handelsunternehmen skeptisch bleiben, plant die Kundschaft ähnlich hohe Geschenkausgaben wie im Vorjahr.

HDE erwartet 129,2 Milliarden Euro Umsatz

Für die letzten beiden Monate des Jahres rechnet der HDE mit einem nominalen Umsatzanstieg von zwei Prozent gegenüber 2025. Insgesamt soll der Einzelhandel damit 129,2 Milliarden Euro umsetzen.

Deutlich stärker dürfte sich der Onlinehandel entwickeln: Hier prognostiziert der Verband ein nominales Wachstum von 4,1 Prozent auf 23,1 Milliarden Euro.

Viele Händler*innen blicken skeptisch auf das Weihnachtsgeschäft

Die Erwartungen der Handelsunternehmen fallen allerdings zurückhaltend aus. In einer HDE-Umfrage unter 300 Unternehmen rechnen 56 Prozent der Befragten im Nicht-Lebensmittelhandel mit einem schlechteren oder deutlich schlechteren Weihnachtsgeschäft als im Vorjahr.

Daneben gibt es auch Zuversicht: 29 Prozent der befragten Händler*innen gehen davon aus, dass sich die Kundschaft die Freude am Weihnachtseinkauf trotz der schwierigen Rahmenbedingungen nicht nehmen lässt.

Kundschaft plant durchschnittlich 262 Euro für Weihnachtsgeschenke ein

Auf der Verbraucherseite zeichnet sich ein stabiles Bild ab. Laut einer Umfrage des Handelsblatt Research Institutes im Auftrag des HDE unter mehr als 2.000 Personen wollen die Menschen durchschnittlich 262 Euro für Weihnachtsgeschenke ausgeben. Im vergangenen Jahr waren es 263 Euro. Mehr als die Hälfte der Befragten plant mit denselben Ausgaben wie 2025.

HDE-Präsident Alexander von Preen verweist auf steigende Energie- und Personalkosten sowie ausufernde Bürokratie, die viele Handelsunternehmen belasten. Dem stellt er die weitgehend stabilen Geschenkbudgets gegenüber: „Doch die Kundinnen und Kunden sind in Weihnachtsstimmung und planen mit im Vergleich zum Vorjahr stabilen Geschenkausgaben.“

Handelsverband Deutschland (HDE), 3. November 2026

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