Advertorial • 22.10.2020

Omnichannel ist die Zukunft

Wie sich die Corona-Krise auf den Einzelhandel auswirkt, lässt sich gut am Kursverlauf der Deutschen-Post Aktie ablesen

Mitte März 2020 war ihr Wert rasant schnell von knapp 35 Euro auf 19 Euro gesunken, um dann bis Mitte Oktober auf deutlich über 40 Euro zu steigen.

Erklären lässt sich das damit, dass vor allem die KEP-Sparte DHL ordentlich zu tun hat. Und das wiederum liegt an der deutlichen Zunahme des Online-Handels. Laut Zahlen des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel (BEVH) lag der E-Commerce-Umsatz in Deutschland in den ersten neun Monaten 2020 bei gut 56 Milliarden Euro – im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Plus von 10,6 Prozent. Interessant ist dabei vor allem, dass Fast Moving Consumer Goods (FMCG) wesentlich zum Wachstum beitragen. Bislang spielten die für den Onlinehandel kaum eine Rolle.

Vieles spricht also dafür, dass sich die Corona-Pandemie als Katalysator für die Digitalisierung im Handel entwickelt – wie auch in vielen anderen Bereichen. Entwicklungen, die bereits seit Jahren zu beobachten sind, beschleunigen sich drastisch. Für Handelsunternehmen bedeutet die neue Dynamik Chancen und Herausforderungen. Einzelne Player, die schon vor der Krise ihre digitale Transformation forciert haben, können derzeit profitieren. Dazu gehört allen voran Amazon, dazu zählen aber Einzelhandelsketten und sogar kleine Einzelhändler. Wer noch nicht so weit ist, sollte sich rasch auf den Weg machen. Denn es ist kaum davon auszugehen, dass Verbraucher ihre neue Online-Affinität nach der Pandemie wieder verlieren. Abgesehen davon ist das Ende noch lange nicht Sicht.

Anbieter
Logo: Nagarro Allgeier ES GmbH

Nagarro Allgeier ES GmbH

Westerbachstr. 32
61476 Kronberg im Taunus
Deutschland
Grafik zu Omnichannel
Quelle: Nagarro ES

Omnichannel entlang aller Phasen

Für Handelsunternehmen stellt sich damit weniger die Frage, ob sie die Digitalisierung weiter vorantreiben sollten, sondern mehr, wie sie dabei vorgehen. Als Königsweg gilt derzeit der Omnichannel-Ansatz. Auch aus unserer Sicht führt daran in Zukunft kein Weg vorbei. Allerdings stellt sich der angestrebte Effekt nur dann ein, wenn tatsächlich sämtliche Phasen der Customer Journey und alle Transaktionen berücksichtigt werden. Omnichannel ist deutlich mehr, als lediglich einen Online-Shop als zusätzlichen Absatzkanal einzurichten und zu versuchen, die eigenen Marktanteile zu sichern – auch wenn das bei einigen Einzelhändlern aktuell zu den dringlicheren Aufgaben zählt. Durch ausgereifte und integrierte Prozesse können ROI und Profitabilität maßgeblich gesteigert werden. Für eine bessere Orientierung lohnt sich die Gliederung der Customer Journey in vier Phasen bzw. Transaktionen: Kauf der Ware, Kommissionierung der Ware, Bereitstellung der Ware und Abrechnung der Ware. 

Entkopplung und Integration

Die Herausforderungen ergibt sich nach unserer Erfahrung vor allem daraus, dass sich die einzelnen Transaktionen eines ursprünglich ziemlich eindimensionalen Prozesses entkoppelt und zu einem multidimensionalen Prozess ausdifferenziert haben. Händler müssen für die Transaktionen nicht nur geeignete Kanäle etablieren und betreiben. Das ist an sich schon nicht ganz trivial. Sie müssen die Transaktionen auch wieder integrieren. Was damit gemeint ist, verdeutlicht ein Beispiel:

Angenommen, bei einem Click&Collect-Szenario möchte ein Kunde online bestellen, die Waren vor Ort abholen und dann dort mit der Karte bezahlen. Dann setzt das voraus, dass schon während des Bestellvorgangs bekannt ist, dass die ausgewählten Waren verfügbar sind und ab wann sie kommissioniert bereitstehen. Diese Informationen benötigt der Kunde. Der Händler muss wissen, dass die Bestellung eingegangen ist, bis wann die Waren bereitgestellt werden müssen und dass der Kunde mit Karte zahlen möchte, um den richtigen Fakturierungsprozess zu triggern. Werden all diese Informationen nicht medienbruchfrei ausgetauscht, funktioniert das Ganze zwar möglicherweise dennoch. Aber nur wenig effizient, mit einer höheren Anzahl an Fehlern, die im Nachgang manuell korrigiert werden müssen, und mit einer schlechten Customer Experience.

Integration bedeutet in diesem Fall zunächst einmal, dass der Online-Shop in Echtzeit Zugriff auf Daten zum Warenbestand im ERP-System erhält. Zudem ist eine Verbindung mit dem Workforce-Management-System hilfreich. Denn so lassen sich zum einen Daten zu den Kommissionierungskapazitäten und Bereitstellungszeiten der Lokationen nutzen und mit smarten Heuristiken zu Voraussagen – ab diesem Zeitpunkt ist die Waren abholbereit – verdichten. Sind bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Filiale mobile Endgeräte im Einsatz, können darüber zum anderen direkt Kommissionierungsaufträge per Push oder Pull gesteuert werden. Gemeinsam mit SES-imagotag, einem Anbieter für elektronische Preisschilder, haben wir schon 2019 ein Szenario umgesetzt, das den Kommissionierungsprozess effizienter gestaltet und damit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlastet: Ihnen wird in der Filiale bzw. im Lager mit unterschiedlich farbigen Lichtern angezeigt, welche Produkte in den Warenkorb eines Kunden gehören (Pick-by-Light), was das Zusammenstellen erheblich beschleunigt.

Ein zusätzlicher Effizienz-Booster ist die Multi-Order-Kommissionierung. Dabei picken die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei einem Kommissionierungsgang die Ware für mehrere Bestellungen gleichzeitig. Das reduziert die Arbeitszeit und damit die Personalkosten pro Kommissionierung und senkt die Zeit bis zur Bereitstellung. Voraussetzung für eine Einführung sind sowohl eine umfassende fachliche Expertise als auch tiefe technische Kenntnisse des Warenwirtschaftssystems.

Kundennähe und 24/7

Die Daten, die in einem solchen integrierten Omnichannel-Prozess entstehen, lassen sich auch für Prognosen zum Kaufverhalten der Kunden nutzen. Und die können Händlern dabei helfen, die eigenen Kapazitäten exakter zu planen. Das gilt zum einen hinsichtlich der Workforce – trotz Volatilität bei den Bestellungen können kurze Bereitstellungszeiten garantiert werden, ohne dass zu viel Personal im Einsatz ist. Zum anderen betrifft das die Ware, die exakt gemäß der erwarteten Nachfrage vor Ort vorgehalten werden kann.

In den vergangenen Jahren hat sich die Befürchtung verbreitet, dass der stationäre Einzelhandel sukzessive durch E-Commerce-Pure-Player verdrängt wird. Durch die Corona-Krise könnte diese Entwicklung forciert werden – so die Sorge. Wir sind davon überzeugt, dass genau das Gegenteil eintritt – sofern die etablierten Händler konzentriert ihre Omni-Channel-Ansätze auf- bzw. ausbauen. Denn damit bieten sie ihren Kunden das Beste aus beiden Welten: die physische Nähe, die eine persönliche Beratung ermöglicht und zumindest aktuell noch Geschwindigkeitsvorteile mit sich bringt, sowie eine 24/7-Erreichbarkeit von überall aus.

Weitere Beiträge zum Thema:

Beliebte Beiträge:

Thumbnail-Foto: Lebensmittelhandel - Edeka weiter Spitzenreiter...
15.10.2020   #stationärer Einzelhandel #Coronavirus

Lebensmittelhandel - Edeka weiter Spitzenreiter

Top-5-Unternehmen bleiben wieder unverändert, Discount gewinnt kaum hinzu

Der deutsche Lebensmittelhandel konnte seinen Umsatz im Jahr 2019 um knapp 2,0 Prozent auf 252,7 Milliarden Euro erhöhen, während der Food-Umsatz um 2,1 Prozent von 205,7 Milliarden Euro (2018) auf 210,0 Milliarden Euro (2019) stieg.Das ...

Thumbnail-Foto: DigitalTalk mit Milestone, Intel und Saimos
24.09.2020   #Kundenzufriedenheit #Datenmanagement

DigitalTalk mit Milestone, Intel und Saimos

Für ein optimiertes Einkaufserlebnis im Einzelhandel - am 29. September um 10 Uhr

Videomanagementsysteme können viel mehr als nur Diebstähle aufklären. Der DigitalTalk mit Milestone, Intel und Saimos am 29. September um 10 Uhr thematisiert, wie Einzelhändler damit die Kundenzufriedenheit und Effizienz ...

Thumbnail-Foto: Die schönsten Weihnachtsspots 2020
17.12.2020   #digitales Marketing #Verkaufsförderung

Die schönsten Weihnachtsspots 2020

Einzelhändler zeigen, worauf es dieses Jahr ankommt

Auch, wenn 2020 ein spezielles und zu Teilen ungewohntes Jahr war, einiges bleibt trotz aller Veränderung beim Alten: Auch zu dieser Zeit flimmern traditionell Weihnachtswerbespots über die Fernseh- und PC-Bildschirme der Deutschen.Klar, ...

Thumbnail-Foto: Corona-Lockdown: Hilfe für den Handel
21.12.2020   #Online-Handel #Coronavirus

Corona-Lockdown: Hilfe für den Handel

Das Kompetenzzentrum Handel unterstützt Händler im zweiten Lockdown

Der Weihnachts-Lockdown ist beschlossene Sache: Kultureinrichtungen, Gastronomie und Hotellerie bleiben weiterhin geschlossen, der Einzelhandel wird auf die notwendige Grundversorgung beschränkt. Buchläden, Parfümerien, ...

Thumbnail-Foto: Finde die richtige Würze für deinen Payment-Mix!...
06.11.2020   #Mobile Payment #stationärer Einzelhandel

Finde die richtige Würze für deinen Payment-Mix!

Webtalk „Retail Salsa“ am 18.11.2020 um 16 Uhr

Die Coronakrise dient als Brandbeschleuniger für kontaktloses Bezahlen sei es mit Karte oder dem Smartphone. Doch ist der Handel überhaupt auf diese rasante Veränderung vorbereitet? Wie steht es eigentlich aktuell um den deutschen ...

Thumbnail-Foto: On’s erster Flagship-Store in NYC
29.12.2020   #Kundenzufriedenheit #stationärer Einzelhandel

On’s erster Flagship-Store in NYC

Neue Maßstäbe für den Einzelhandel?

Die Schweizer Running Marke On öffnet heute ihren ersten globalen On Experience Store On NYC, in der 363 Lafayette Street in New York, NY. Design und Technologie waren für On der zentrale Ansatz bei der Entwicklung des Kundenerlebnisses im ...

Thumbnail-Foto: Der Spritzer Zitrone für dein Retourenmanagement...
01.01.2021   #Online-Handel #Kundenzufriedenheit

Der Spritzer Zitrone für dein Retourenmanagement

Webtalk „retail salsa“ am 27.01.2021 um 16 Uhr

Der grenzüberschreitende Onlinehandel boomt und ist längst keine Randerscheinung mehr. Nicht zuletzt die Corona-Pandemie, aber auch Aktionstage wie Black Friday oder Cyber Monday lassen die Paketzahlen sprichwörtlich durch die Decke ...

Thumbnail-Foto: Rettung der Innenstädte: Tipps von Stadtretter...
19.10.2020   #stationärer Einzelhandel #Marketing

Rettung der Innenstädte: Tipps von Stadtretter

Stadtretter empfehlen konkrete Maßnahmen zur Rettung der Innenstädte

Der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert 500 Millionen Euro zur Rettung der Innenstädte, die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen sogar eine Milliarde Euro als Städtebau-Notfalllfonds und für smarte Projekte zur ...

Thumbnail-Foto: Branchen-Gewinner und Verlierer im Corona-Jahr 2020...
04.12.2020   #Online-Handel #stationärer Einzelhandel

Branchen-Gewinner und Verlierer im Corona-Jahr 2020

Wie hat sich die Coronapandemie auf das deutsche Wirtschaftsjahr ausgewirkt?

Die negativen Auswirkungen infolge der Corona-Pandemie betreffen nahezu alle Wirtschaftszweige. Einige jedoch profitieren auch von dem veränderten Kaufverhalten in Lockdown und Homeoffice. Aufschluss darüber liefert eine aktuelle Analyse ...

Thumbnail-Foto: Einkaufen, Events und Emotionen, bitte!
15.09.2020   #Online-Handel #Kundenzufriedenheit

Einkaufen, Events und Emotionen, bitte!

Was müssen Städte leisten, um besucht zu werden?

Onlinehandel, Corona-Pandemie, Einerlei – Innenstädte haben heutzutage viele Widersacher. Aber auch, wenn der Kampf des stationären Handels schwer ist, noch ist in den Fußgängerzonen nichts ...

Anbieter

iXtenso - Magazin für den Einzelhandel
iXtenso - Magazin für den Einzelhandel
Celsiusstraße 43
53125 Bonn
Adyen N.V.
Adyen N.V.
Friedrichstraße 63 Eingang:, Mohrenstraße 17
10117 Berlin
Nagarro Allgeier ES GmbH
Nagarro Allgeier ES GmbH
Westerbachstr. 32
61476 Kronberg im Taunus
EuroShop
EuroShop
Stockumer Kirchstraße 61
40474 Düsseldorf
Seven Senders GmbH
Schwedter Straße 36 A
10435 Berlin