
Die Idee: Kund*innen können in ChatGPT über den Reiter „Plugins” nach „OTTO” suchen, das Add-on installieren und anschließend mit dem Zusatz „@OTTO” eine Beratung starten.
Gefragt werden kann laut Unternehmen etwa nach der passenden Waschmaschine für einen Haushalt mit vier Personen. Wurdeein Produkt gefunden, geht es für den Kauf zurück in den Onlineshop von OTTO – dort lassen sich auch Aufbau- und Installationsservices hinzubuchen.
Damit ergänzt der Händler sein bestehendes Onsite-Angebot um einen Offsite-Zugang. Im März war ein sprachgestützter KI-Assistent auf Basis von Google-Technologie auf der eigenen Plattform live gegangen. Nach Unternehmensangaben erzielt dieser bis zu 37 Prozent höhere Bestellwerte als die klassische Suche, bei doppelter Conversion.
Was MCP für Händler*innen bedeutet
Das eigentlich Neue liegt in der Schnittstelle. Der offene Protokollstandard verbindet KI-Systeme mit den Systemen von Onlineshops und verringert den Aufwand, einzelne Anwendungen separat anzubinden. Perspektivisch sollen KI-Agenten darüber Lagerbestände und Preisinformationen in Echtzeit abrufen, Bestellungen auslösen oder Rechnungen im ERP-System anpassen.
„Für den E-Commerce ist es essenziell, die gängigen Protokollstandards für das Agentic Age mitzugestalten”, sagt Frederike del Castillo, Head of Strategy Implementation & Insights bei OTTO. Das Plugin liefere erstmals praktische Erfahrungswerte dazu, wie sich dynamische API-Endpunkte in ChatGPT integrieren lassen.
Parallel testet der Händler seit September Werbeanzeigen in ChatGPT. Bei den Werbetests legt das Unternehmen nach eigenen Angaben Wert auf eine klare Trennung zwischen organischen Empfehlungen und bezahlter Sichtbarkeit. Nur so ließen sich Transparenz und Vertrauen in einem KI-geprägten Commerce-Umfeld wahren.









